Messekompass

Der Wegweiser zum
erfolgreichen Messeauftritt

Messestand Visualisierung

Tipps und Software zu realitätsnahen 3D Visualisierung des Messeauftritts

Messestand 3D Visualisierung

Auf dem Weg von der Idee zum fertigen Messestand stellt die Visualisierung einen entscheidenden Schritt dar, hierbei nimmt das Konzept erstmals Gestalt an.

Die Vorteile dabei liegen auf der Hand, so lässt sich anhand eines 3D-Modells validieren, ob die eigenen Ideen sowohl in optischer, als auch in praktischer Hinsicht ihren Zweck erfüllen (potenzielle Problemquellen werden häufig erst in einer realitätsnahen Darstellungsform deutlich), verschiedene Messestandentwürfe können getestet und Änderungen am Design mit relativ wenig Aufwand vorgenommen werden.

Experte oder Eigenregie – Wer visualisiert den Messestand?

  • Messebauer / Hersteller von Displaysystemen
    • Übernehmen die Visualisierung häufig kostenlos
    • Bringen viel praktische Erfahrung mit
    • Risiko, dass weniger auf die Bedürfnisse des Kunden, als viel mehr auf das eigene Produktportfolio eingegangen wird
  • Agentur / Designer
    • Flexibelste Lösung bei welcher die eigenen Wünsche und Bedürfnisse optimal berücksichtigt werden können
    • Kostet Geld, wenn das Modell von einem professionellen Designer erstellt werden soll meist sogar eine Menge, was gerade bei kleineren Auftritten das Messebudget extrem belasten kann
    • Grafikagenturen besitzen in der Regel weniger Erfahrung als ein Messebauer 
  • Intern
    • Die günstigste, in der Praxis aber auch die zeitaufwändigste Methode
    • Grafisch unerfahrene Personen erzielen häufig nur unzureichende Ergebnisse

Wenn die Entscheidung nun trotz der damit verbundenen Probleme und Einschränkungen auf den dritten Weg fällt bzw. die Visualisierung aus anderen Gründen intern erfolgen muss, folgt bereits die erste Hürde: Kommerzielle 3D Software wie beispielsweise 3D Studio Max oder Cinema 4D ist zum einen recht teuer und ist zum anderen für ungeübte Nutzer kaum zu bedienen.

Doch auch hier gibt es Alternativen! Im Folgenden stellen wir daher kostenlose Software für die Messestandgestaltung vor, welche zumindest im überschaubaren Rahmen eine Visualisierung in Eigenregie ermöglichen:

SketchUP (ehemals Google SketchUP)

Betriebssystem: Windows, Mac

Mithilfe dieser, in der Basisversion kostenlosen Software lassen sich nach einer kurzen Einarbeitungszeit bereits beachtliche 3D Modelle erstellen. Für die interne Planung, bzw. als Anleitung beim Aufbau vor Ort sind diese meist vollkommen ausreichend. Ein umfangreiches Lerncenter mit Videotutorials, Referenzkarten & Foren erleichtert zudem den Einstieg.

Da bei günstigen Messeständen oft mit Systembausteinen gearbeitet wird, bietet SketchUp noch einen weiteren Vorteil: Nicht jedes Element muss zwangsweise selbst modelliert werden. Wieso das? SketchUP stellt neben der Software selbst auch eine beachtliche Modell-Galerie zur Verfügung, in welche bereits eine Vielzahl an Messeständen und Standelementen aufgenommen wurde. Für viele häufig verwendete Elemente finden sich hier Modelle anderer Designer welche in SketchUp übernommen und an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können.

Blender

Betriebssystem: Windows, Mac & GNU/Linux

Sowohl für den privaten als auch für den kommerziellen Einsatz kostenlose 3D Animations-Software unter Open-Source Lizenz mit beeindruckendem Funktionsumfang. Selbstverständlich werden auch hier Handbücher & Tutorials (überwiegend auf Englisch) kostenlos angeboten.

Expand DisplayBuilder

Betriebssystem: Läuft in allen gängigen Browsern (Java wird benötigt, Anleitung auf der Seite beachten)

Die kostenlose Webanwendung (Anmeldung notwendig) bietet neben einer Vielzahl an Displays & Standelementen auch neutrale 3D Modelle und Figuren, welche an die eigenen Bedürfnisse angepasst und frei im Raum positioniert werden können. Fertige Messestandmodelle können sowohl online gespeichert, als auch im PDF Format versendet werden.

Weiterführende Beiträge: